chor cantate domino

Repertoire? Nicht immerzu Weihnachtsoratorium!

Der Chor Cantate Domino geht ganz bewusst den Weg abseits vom Üblichen. Schwerpunkte sind die Konzertreihen:

  • Französisches Barock
  • Musik aus Frankfurt
  • Musik von Frauen

In der Regel finden mit Cantate Domino Konzerte statt, die ungewöhnlich sind, mit Musik, die man anderswo kaum einmal hören kann, oft sogar mit Musik, die in unserer Stadt noch nie erklungen ist.
Und Musik, die zu Unrecht vergessen worden ist. Presse und Publikum bestätigten das immer wieder.

Was hat der Chor gesungen?

Französisches Barock

  • »Requiem« und »Te Deum« von André Campra (1660-1744)
  • Werke von Michel-Richard Delalande (16571726): u. a. »De profundis«, »Te Deum«, »Cantate Domino«, »Miserere mei«
  • Psalmvertonungen von Jean-Joseph de Mondonville (1711-1772)

Musik aus Frankfurt

Nach der Handschriftensammlung der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main:

  • »Die sieben Worte des sterbenden Erlösers«,
  • Frankfurter Weihnachtskantaten, Kantaten zum Erntedankfest,
  • zur 1200-Jahrfeier Frankfurts »Vom Rat der Stadt verordnete Festmusiken Frankfurter Kirchenmusikdirektoren«, darunter Telemanns Gottesdienstmusik »Auf die Geburt des Erzherzogs Leopold« und vieles mehr.

Musik von Frauen

1989 konnten wir als erste Wiederaufführung seit dem Tode der Komponistin die beiden Kantaten »Hiob« und »Lobgesang« von Fanny Hensel-Mendelssohn (1805-1847) vorstellen.
In der Zwischenzeit liegen diese Werke als Erstveröffentlichung im Druck vor und werden oft musiziert.

Das gilt genau so für Werke von Marianna Martines (1744-1812). Auf diese Entdeckung sind wir besonders stolz. Von der Musikgeschichtsschreibung fast 200 Jahre lang vergessen, erklangen bei unseren Konzerten ihre großen Psalmvertonungen zum ersten Mal seit ihrem Tod wieder:

Alle diese Werke liegen heute als Erstveröffentlichung im Druck vor und werden sogar in den USA gesungen.

Nicht vergessen werden sollen die Konzerte mit Werken von Antonia Bembo (*1669) und Elisabeth-Claude Jacquet de la Guerre (1664-1729).

Weitere Frankfurter Erstaufführungen

Und hier noch andere Werke, die für Frankfurt Erstaufführungen waren:

  • Georg Philipp Telemann (1681-1767): »Deutsches Magnificat G-dur«, »Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu«,
  • Carl Philipp Emanuel Bach (1714.1788): »Oratorium Die Israeliten in der Wüste«,
  • Jan Dismas Zelenka (1679-1745): »Requiem c-moll«, »Missa sanctissimae Trinitatis« und »Missa Dei Patris«.
Frankfurt am Main, 24.06.2013 | chor cantate domino